Von Porto nach Figueira da Foz

Wir wären gern noch in Porto geblieben und hätte uns auch lieber mehr Zeit für Land und Leute genommen, doch wir waren von der inneren Unruhe befallen, am Sonntag den Flug von Lissabon aus auch zu schaffen. Obwohl dichter Nebel war, legten wir 7:30 ab denn wir hatten wieder 70sm zu schaffen. Bei wiederum 0 Wind mußten wir motoren und nur gegen mittag kam etwas Wind auf, der uns nach 2 Stunden wieder verließ und so  motorten wir unserem Ziel entgegen. Es war sehr anstrengend, denn der Fleiß der portugiesischen Fischer machte uns das Leben schwer, da wir angestrend nach deren ausgelegten Körben schauen mußten, die lediglich an einem kleinen Schwimmer mit Fähnchen befestigt sind, die man schwer erkennen kann. Zu unserem Unglück trieb so ein Seil wie eine Schlange im Meer, das wir zu spät sahen um reagieren zu können. Wir hielten den Atem an und zu unserem Pech hat der Propeller das Seil angesogen und sich um die Schraube gewickelt. Es entstand am Propeller eine Unwucht, die bei einer bestimmten Geschwindigkeit uns dennoch weiterfahren ließ. Angespannt kamen wir in Figuera an und versuchten nach dem Prozedere der Anmeldung und des Betankens uns dahingehend verständlich zu machen, dass wir einen Taucher benötigen, denn ein Kran in unserer Gewichtsklasse stand nicht zur Verfügung. Zum Glück kam nach 5 Minuten ein Motorboot mit 7 Tauchern von ihrer Arbeit zurück, legte quer zu unserem Boot an. Lächelnd erkannten sie unsere Situation. Einer zog seinen Tauchanzug wieder an, ließ sich ins Wasser fallen und abermals nach 5 Minuten übergab er Jiri lächelnd ein ca. 3m langes, oranges Seil und Jiri ihm die geforderten 100,00€.

Nach all dem Stress beschlossen wir uns mit einem guten Essen  zu belohnen. Wir schlossen unser Boot ab und gingen die Promenade am Hafen entlang. Ich erspähte noch eine Markthalle, die augenscheinlich noch geöffnet hatte. Mit einem Beutel voll frischem Obst strebten wir dem Hafenrestaurant entgegen. Vor dem vornehmen Restaurant war eine kleine Terrasse mit spartanisch anmutenden Tischen und Stühlen. Die wohl einzigen Gäste, die wir sahen waren Männer, die wohl nach der Arbeit noch zusammen saßen und ihr Bier tranken. Wir nahmen an dem Nachbartisch Platz und bekamen von dem Ober mit Händen und Füßen erklärt, dass wir noch 1 Stunde warten müssen, denn die Küche areitet erst wieder ab 19.30 Uhr. Wir stimmten zu und konnten zu unserer Freude eine Flasche Wein bestellen. Wir kamen mit den Männern ins Gespräch, die etwas Eigenartiges aßen. Sie bemerkten unsere verwunderten Blicke und schon bekamen wir einen Teller mit den unbekannten Dingern. Laut Wiki heißen sie Entenmuscheln, auf portugiesisch Perceves. Man muss es gesehen haben….ca 3cm lang mit einem steinigen Ende und wenn man den Rest von dem Ende abzieht, sieht das was da raus kommt wie ein Wurm aus…. und wir haben es aus Gastfreundschaft auch gegessesn!!!!!! Zum Glück gab es nach einer Stunde dann noch eine Flasche Wein und leckeren Fisch. Der Tag bleibt mir in Erinnerung!

 

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